Große Kernbohrung bei Sunstar: GE.MA schafft Platz für die neue Belüftung

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Große Bohrungen, kleines Zeitfenster: In Produktionsbetrieben läuft bei Umbauten selten eins nach dem anderen. Stattdessen greifen viele Arbeiten ineinander – und genau das machte das Projekt bei der Sunstar besonders.

Ein rund 600 Kilogramm schwerer Belüftungsturm und ein eng getakteter Zeitplan: Bei der Sunstar Engineering Europe GmbH in Rain am Lech war GE.MA nicht nur für präzise Kernbohrungen gefragt, sondern auch als verlässlicher Partner im Zusammenspiel mehrerer Gewerke.

Im Auftrag der Firma Engelhard Haustechnik sollte eine neue Belüftungsanlage installiert werden. Dafür mussten zunächst zwei Kernbohrungen mit einem außergewöhnlichen Durchmesser von 80 Zentimetern erfolgen – deutlich größer als das, was im Baustellenalltag üblich ist.

Wenn Standard nicht mehr ausreicht

Eine der beiden Kernbohrungen führte in einen Serviceraum und konnte vergleichsweise unkompliziert ausgeführt werden. Die zweite hatte es dagegen in sich: Sie musste durch das Dach erfolgen – inklusive Dämmung und Dachaufbau.

„Für solche Durchmesser reicht unsere Standardausrüstung nicht mehr aus“, erklärt Martin Gebele. „Deshalb kam hier eine Spezialbohrkrone zum Einsatz. Gleichzeitig waren wir auf die enge Abstimmung mit den anderen Firmen angewiesen.“

Millimeterarbeit mit schwerem Gerät bei Sunstar

Nach der Kernbohrung wurde der mehrere hundert Kilogramm schwere Bohrkern eine Etage tiefer entnommen und anschließend mithilfe eines LKW-Krans sicher aus dem Gebäude gehoben.

Direkt im Anschluss konnte der rund 600 Kilogramm schwere Belüftungsturm auf der vorbereiteten Öffnung montiert werden. Danach übernahm der Dachdecker die fachgerechte Abdichtung des Dachs.

Dabei mussten viele Zahnräder perfekt ineinandergreifen: Jeder Arbeitsschritt hing dabei unmittelbar vom vorherigen ab. Ohne präzise Kernbohrung keine Montage, ohne Hebefahrzeug kein Transport, ohne Dachdecker keine rechtzeitige Abdichtung.

Wenn jede Stunde zählt

Besonders anspruchsvoll war die enge Terminplanung. Mehrere Gewerke mussten ihre Arbeiten exakt aufeinander abstimmen. Als sich der Einsatz des Dachdeckers und des Hebefahrzeugs verzögerte, geriet der gesamte Ablauf unter Zeitdruck. Gleichzeitig zog schlechtes Wetter auf. Der Belüftungsturm musste deshalb noch am selben Tag montiert und das Dach vollständig abgedichtet werden.

„Auf solchen Baustellen muss man jederzeit flexibel reagieren können“, sagt Martin Gebele. „Wenn sich ein Gewerk verspätet, verschiebt sich automatisch der komplette Ablauf. Dann heißt es: ruhig bleiben, Lösungen finden und trotzdem sauber arbeiten.“

Das Projekt bei Sunstar zeigt, dass große Kernbohrungen weit mehr erfordern als leistungsstarke Maschinen. Erst das Zusammenspiel aus technischem Know-how, präziser Ausführung und einer engen Abstimmung aller Beteiligten sorgt dafür, dass auch anspruchsvolle Umbauten sicher und termingerecht umgesetzt werden können.

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Martin Gebele,
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